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Sieglinde Jörg - Soft Teaching Professional - Profi für feine Reitlehre 

Pädagogische Grundlagen

Lehren - mit Freude und Geduld

Warum ich die Bewegungslehre (EM) in meinem Unterricht berücksichtige


Vor etwa vier Jahren suchte ich nach einer Lösung für eine sehr nette Anfängerin. Bis dahin empfahl ich Reitern mit Beweglichkeitsproblemen und Problemen bei der Körper-beherrschung und -wahrnehmung Yogakurse zu besuchen.

Bei dieser Dame dachte ich: 

„Sie braucht Gymnastik, sonst kommen wir nicht weiter. Vielleicht hat sich ja schon jemand mit diesem Thema näher befasst.“ Also gab ich bei Google „Gymnastik für Reiter“ ein und lernte die Bewegungslehre von Eckart Meyners kennen. Ich studierte sein Buch „Bewegungsgefühl und Reitersitz“ und war begeistert. Die positive Auswirkung auf meine Reitschülerin ließ auch nicht lange auf sich warten. Seither bin ich glücklich, wertvolle Übungen an der Hand zu haben, wenn Reiter in ihrer Beweglichkeit und Körperwahrnehmung eingeschränkt sind.


2016 besuchte ich dann eine grandiose Fortbildung mit Katrin Meyer und Regina Seidler (Pferdewirtschafts-meisterinnen, Bewegungstrainerinnen EM) und Friedhelm Petry (Pferdewirtschaftsmeister,ehemaliger Prüfer für Pferdewirte, Richter, Xenophon-Trainer). 


Diese Fortbildung gibt meinem Unterricht noch mehr Qualität und ich hole jetzt meine Reiterschüler mit deren Einverständnis auch schon mal während der Reitstunde vom Pferd für kleine Übungssequenzen und traue mich, Lehrgänge anzubieten, die den Focus auf die Gymnastizierung der Reiter legen. 


Auf der Fortbildung erkannte ich auch den unersetzlichen Nutzen der Franklin-Bälle und der Faszienarbeit. Hier überzeugten mich nicht nur die sofort sichtbaren Veränderungen im Reitersitz sondern auch die durchweg positiven Reaktionen der Pferde.


2017 hervorragende Webinar-Fortbildung:

"Wie der Reiter sitzt, so geht sein Pferd" mit Herrn Jörg Jacobs (Pferdewirtschaftsmeister und Leiter der Westfälischen Reit- undFahrschule Münster) und Frau Lina Otto (Pferdewirtschaftsmeisterin, Trainerin A –Reiten/Leistungssport sowie Ausbilderin im Reiten als Gesundheitssport). 


Was hier in hervorragender Weise gelehrt wird, entspricht exakt meinen Erfahrungen und Überzeugungen. 

Und: man lernt nie aus: Herr Jacobs gab interessante Tipps, um bei Reitschülern alte Bewegungsmuster aufzulösen. 

Warum meine Lehrerausbildung und Lehrerfahrung den Reitunterricht bereichert

Als Pädagoge ist man ein Profi der didaktischen Reduktion und der ganzheitlichen und handlungs-orientierten Vermittlung. Hier unterscheide ich mich von vielen Reitlehrern, die einen handlungs-anweisenden und technischen Unterricht geben, der keine nach-haltigen Lernprozesse in Gang setzt 

und nicht zur Eigenständigkeit erzieht.


Dies hängt eng mit der Sprache und Fragetechnik des Lehrers zusammen, wodurch nachhaltig Lernprozesse in Gang gesetzt werden. 


Eine Reitschülerin machte mich auf Sally Swift aufmerksam. Sie sagte: "Deine Sprache erinnert mich an Sally Swift. Das musst du lesen,da sind Parallelen.“ Das tat ich dann auch und dies erweiterte und bereicherte meinen Sprachwortschatz für den Reitunterricht. Besonders nachhaltige Effekte erzielt man, wenn man diese Sprachbilder ausbaut und mit Emotionen besetzt.


 Als Pädagoge hat man zudem ein sehr gutes Gespür für den Lernenden und dafür, was in ihm vorgeht. Sehr oft werde ich gefragt: „Bist du Lehrerin? Ich fühle mich so verstanden in meinen Problemen. Und die Art wie du das vermittelst ist besonders verständlich.“


Freude und Geduld bei der Vermittlung sind ein fundamentaler Baustein und meinem Wesen zu eigen.


Pferdekenntnis und Reitlehre

Reitunterricht ist dann besonders wertvoll, wenn der Reitlehrer ein tiefes Verständnis hat für:


- die Reitlehre und biomechanische Zusammenhänge


- die Skala der Ausbildung von Pferd UND Reiter


- den sinnvollen Aufbau von Lektionen.


Und wenn er in der Lage ist beim Reiter falsche Bewegungsmuster aufzulösen.


Er muss außerdem erkennen, welches Training das jeweilige Pferd braucht. 



Wichtig ist, zu Achtsamkeit gegenüber diesen wunderbaren Wesen zu erziehen und deren Sprache für die Reitschüler verständlich zu übersetzen. 


Pferde werden häufig auch von guten Reitern nicht verstanden und ihre Reaktionen werden fehlinterpretiert. 


Es fehlt an Vertrauen in die Feinheit der Wahrnehmung Pferde und es wird zu wenig hingehört, wenn Pferde durch ihr Verhalten ihrer seelischen und körper-lichen Befindlichkeit Ausdruck verleihen. 


Der Umgang mit Pferden ist immer ganzheitlich zu sehen. 


Das Gefühl und die innere Befindlichkeit des Reiters sowie die seelische Verbindung zwischen Reiter und Pferd spielen eine große Rolle.