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Sieglinde Jörg - Soft Teaching Professional - Profi für feine Reitlehre 

Wo liegen die Differenzen?

Ich habe die Pferdeausbildung nach FN-Richtlinien erlernt und würde mich als Vertreterin des "alten Schlags" bezeichnen. Ich stehe für Schlagworte wie "Reiten vor der Zunge", "Reiten über den Sitz". Ich schätze das Gebiss als feines Mittel in der Ausbildung und habe vielfach insbesondere im Freizeitreiterbereich gesehen, dass Pferde auch gebisslos verdorben werden können. Ich schätze die Hilfszügel als sinnvolle Unterstützung in der Pferdeausbildung. Im Umgang mit dem Pferd liegt es im wahrsten Sinne des Wortes immer in der Hand des Menschen, ob diese Hilfsmittel für das Pferd ein Segen oder ein Fluch sind.

Mike Geitner lehnt das Gebiss und Hilfszügel ab. Hier könnte er sich noch weiter entwickeln und verstehen lernen, wie wertvoll diese Hilfsmittel bei korrekter Verwendung sind. Ebenso der verwendete Kappzaum, der im Genick, sofern er nicht gegen die Ohrmuschel drückt, sehr weich und angenehm ist, aber im Nasenbereich keine Seitenstabilität bietet und sich auch nicht individuell genug anpassen lässt.

Die FN mag Geitner nicht anerkennen, weil er eben diese Hilfsmittel ablehnt. Die FN könnte verstehen lernen, dass die Dualgassen den Hilfszügel ersetzen. Sie könnnte verstehen lernen, dass die Equikinetic für Menschen, die kein besonders gutes Auge für Bewegungsabläufe haben und sich in der Koordination schwer tun, leichter zu erlernen ist als das Longieren nach FN-Richtlinien. So kann auch der weniger talentierte Mensch sein Pferd in eine korrekte Gymnastizierung vom Boden aus führen. Die gerittene Dualaktivierung ist ein wertvolles Mittel in der Sitzkorrektur und Korrektur der Handeinwirkung, das für Pferd und Reiter den Sinn und Zweck des Dressurreitens erfahrbar macht.